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Gedankenstrudel

....das tat ich auch nicht, ich antwortet einfach nichts. Konnte ich in diesem Moment auch nicht. Als wir uns am 'letzten' Abend verabschieden ist das überaus dramatisch....nicht laut dramatisch, sondern ganz leise. Auch nicht tränenreich. Die halten wir beide gekonnt zurück, aber man sieht uns an, das wir beide am liebsten heulen würden. Tun wir aber nicht. Fassung bewahren. Alles gut.

Es fühlt sich auch nicht an wie ein Abschied für immer, sondern vielmehr so, als würden wir uns eben eine lange Weile nicht sehen. Für mich auf jedenfall. Vielleicht versteht auch nur mein Kopf noch nicht genau, was da gerade passiert.

Zuhause angekommen. Die Gedanken drehen sich und nehmen mir den Schlaf. Bis in die frühen Morgenstunden liege ich wach. Ein Freund von mir hat mir mal eine theoretische Hochrechnung, natürlich nach streng wissenschaftlichen Kriterien, gemacht, wieviele Männer meinem idealen Beuteschema entsprechen würden....in meiner Stadt und der näheren Umgebung, so behauptete er, mõgen das vielleicht drei sein, von denen widerrum zwei schon vergeben wären. Durchaus denkbar... ich meine mich zunerinnern, dass er mit 'Viel Spass beim Finden' abschloss. Dramatischer Weise könnte er mit 'einer' nicht so verkehrt liegen. Um die Dramatik etwas zu erhöhen, bleibt mir quasi nur zu sagen: wenn es tatsächlich nur einen geben sollte, der die 'Suchkriterien' zu 100% erfüllt, dann habe ich denjenigen gerade eben verabschiedet.

Gedanken. Gedanken. Gedanken. Hundert Fragen... wie er das wohl sieht und darüber denkt...eigentlich alles Fragen, die er mir schon beantwortet hat, ehe ich sie mir gestellt hatte. Er hat unmissverständlich gesagt wie er das alles sieht und mit diesem überaus dramatiesiertem Vergleich zum Höhepunkt gebracht. Fragen, die ich mir nicht stellen sollte. Dann ist da mein Leben aktuell....so durcheinader und ungeordnet wie noch niemals zu vor. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, wüsste ich im Moment gar nicht richtig, wie ich ihn da langfristig unterbringen sollte....da sind zu viele Baustellen, die erst abgeschlossen werden müssen. Zu viele Dinge, die erst wieder ins Reine gebracht werden müssen. Kann man den richtigen Menschen zur falschen Zeit treffen?

Wobei....vielleicht ist es so wie es ist, mit all der gepushten Dramatik genau richtig...eigentlich doch schon perfekt....eine perfekte Chance auf jedenfall. Antrieb und Schwung. Und es bleibt nur eines zu tun.

Ich fange an zu tippen: " Klingt jetzt blöd....aber da ist eine Sache, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht.short version: Stell dir vor du triffst jemanden, bei dem du dich besser fühlst, als du es hättest ahnen können und das in einerm Zeitraum, der es vermutlich nicht mal der Rede wert wäre...stell dir vor derjenige müsste in den Krieg....was würdest du tun? Vermutlich würde ich schon eine Woche vor Rückkehr im Hafen stehen und aufs Wasser schauen und warten.., nicht unbedingt weil ich geisteskrank wäre, sondern weil ich glauben würde derjenige wäre es wert. Der einzig vorstellbare Grund nicht am Hafen zu stehen wäre vermutlich eine Info, dass er gefallen ist und deswegen nicht zurück kommen wird...." Ich überlege, ob das zu kitschig ist......aber bevor ich mir ernsthaft darüber Gedanken machen kann, drücke ich auf 'senden'... Obermega Kitsch-Scheiss..... aber ich kann endlich einschlafen. Ich erwarte auch keine Antwort....was gäbe es zu sagen? Vorerst nichts. Es ist gut so wie es ist. Das sage ich nicht nur so, sondern meine es vorallem auch so.

7.1.14 01:16


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Es war einmal....

Das Jahr 2013 war grauenhaft....fast durchgehend....was maßgeblich an dieser mehr als miesen Beziehung lag, von der ich bis heute nicht weiß, warum ich so lange geblieben bin. Nichtsdestotrotz wohne ich immer noch mit dem Kerl zusammen.Im Moment geht ein Umzug finanziell einfach nicht. Traurig, aber wahr. Und als quasi noch frisch Selbstständige ist man ohnehin nicht der Liebling der Vermieter. Verständlich.

Nachdem das letzte Jahr also diesen furchtbaren Frühling hatte, der sich wie tiefster Winter angefühlt hat....da...da gab es plötzlich und unverhofft diesen Dezember, der wie Frühling war... Kurz, intensiv und völlig unerwartet...unerwartet schön....

Das war nicht zuletzt jenem jungen Mann zu verdanken, den ich im Sommer einmal gesehen und wir uns aber quasi wieder aus den Augen verloren hatten. Ende November sass ich plötzlich bei ihm, zwecks einer Wohnungsbesichtigung, die doch nicht wirklich eine war. So fing das an...und ohne es zu erahnen war da plötzlich dieses vertraute Gefühl...klingt nun alles ein wenig albern und kitschig.... Eine kleine kitschige Hollywood-Romanze.... So gut habe ich mich bisher ein einziges Mal in meinem Leben gefühlt mit jemandem...und das ist nun doch auch schon einige Jahre her... So abgedroschen das nun klingen mag....es war als würden wir uns ewig kennen, fast ein blind verstehen, die wenigen Wochen im Dezember verflogen...und kamen uns dabei doch ewig vor....

Bis es kurz vor seinem Umzug war. Realitätscrash.... Was nun? Er steht vor mir...nein, es ist gelogen....wir liegen nebeneinander auf dem Bett...er sieht mich traurig an...es ist gar nicht die Entfernung, sondern vielmehr das anstehende berufliche Projekt, dass Kopfweh bereitet..die Zeit und die Umstellung, all das, was es für sein weiteres Berufsleben bedeutet.... Leicht verlegener Blick, er druckst ein wenig rum.... "Nicht lachen..ok?.Stell dir vor es wäre Krieg und ich müsste für einige Monate auf eine Kriegsflotte und würde dann erst wieder kommen...was würdest du tun?.... ok...nein, das ist blöd....sowas kann man auch nicht verlangen oder erwarten...du musst nichts darauf antworten."

6.1.14 20:25


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