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Zu kitschig, um wahr zu sein

...26 Wochen ohne den anderen. Ich habe es nicht geschafft. Ich denke er auch nicht. Irgendwo auf dem Weg zum Ziel sind wir vom Weg abgekommen. So schön diese Vorstellung auch war, so unwirklich erschien sie mir mit jedem weiteren Tag, der vergangen ist. So lange habe ich gewartet, aber nie getraut, einfach mal seine Nummer zu wählen. Das ist nicht schlimm, denn auch er hat es nicht geschafft.

Es sind unendlich viele Tage vergangen, an denen ich die alten Sachen gespielt habe, mit Wein in der Hand - nur ohne ihn neben mir. Kaum ein Abend ist vergangen, an dem ich mir nicht gewünscht hätte, neben ihm einzuschlafen und kaum ein Morgen, an dem ich mir nicht gewünscht hätte, neben ihm aufzuwachen.

Warum zur Hölle hat er mir dieses Kissen mitgegeben? Stunden, die ich damit verbracht habe, einfach nur mit geschlossenen Augen auf diesem Ding zu liegen und mir vorzustellen, es wäre einer jener Dezemberabende.

Doch mit jedem vergangenen Tag fange ich an etwas mehr an meinem Verstand zu zweifeln. Nach gut drei Monaten beschließe ich, Utopia allmählich zu verlassen. Habe Angst mich da in etwas total surreales zu verrennen. Ich weiß nicht, ob er überhaupt noch hin und wieder an mich denkt. Dann kommen all diese Erinnerungen wieder hoch und ich weiß gar nicht mehr, was ich denken soll. War doch alles irgendwie Illusion?

Ich denke immer noch viel an ihn. Doch ich bin ausgestiegen aus Utopia, schon bevor die 26 Wochen vorbei waren. Irgendwann waren diese Zweifel zuviel. In Woche 24 habe ich alle Brücken eingerissen. Ich hätte es nicht ertragen, wenn er nicht zurück gekommen wäre. Ich werde noch lange an ihn denken, vielleicht denkt er ja auch mal an mich.

27.8.14 15:39


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Throwback Thursday

Es ist beinahe ein Jahr, als wir uns das erste Mal gegenüber standen. Es war ein warmer Sommerabend. Wir treffen uns vor dieser kleinen ranzigen Eckkneipe.Als ich mit dem Fahrrad ankomme, ist er schon da. Steht auf der gegenüberliegenden Straßenseite an eine Wand gelehnt. Ein Bein angewinkelt und ist in ein Buch vertieft. Als ich neben ihm halte, sieht er auf das legt das Buch beiseite. Er lächelt mich an. Da stehen wir uns also gegenüber und lächeln uns an. Er ist ungefähr 1,72 groß, braune Haare, seitlich kurz, oben länger. Undefinierbare Augen - irgendeine Mischung aus Blau-grün-grau-braun. Und diesem Lächeln, dass den ganzen Raum einzunehmen scheint - obwohl wir draußen stehen.Ein paar Minuten später setzen wir uns in die hinterste Ecke der kleinen Kneipe, deren Wände, so scheint es, nur von Aufklebern zusammen gehalten werden. Die nächsten Stunden verfliegen. Es fühlt sich ein wenig an, als würden wir uns schon ziemlich lange kennen. Wir lachen, nicht dieses Verlegenheitslachen, sondern eher so wie gute Freunde das machen. Alle Peinlichkeiten, die zu 1. Dates gehören, lassen wir gekonnt weg.Zum Abschied gibt es eine zaghafte Umarmung und die Frage, ob wir uns wieder sehen. Kein Try für ne schnelle Nummer, kein dämliches Gebagger und keine billigen Komplimente. Dafür wieder dieses wundervolle Lächeln.
9.6.14 22:49


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